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Der SPÖ Umwelt Blog

Dies ist der Umwelt Blog der SozialdemokratInnen. Unserer Auffassung nach kann eine moderne Umweltpolitik den Schutz der Natur mit der Steigerung der Lebensqualität ihrer BewohnerInnen verbinden. Der Bogen spannt sich von Arten- und Klimaschutz über eine zukunftsfähige Verkehrs- und Energiepolitik bishin zu einer gentechnik- und pestizidfreien Landwirtschaft auf EU- und globaler Ebene. Sie schafft Arbeit und sichert weltweit eine nachhaltige Zukunft.

Otto is over

Petra "Penny" Bayr schreibt am 2008-09-04 14:32:35

Am Freiag präsentieren der Klimaschutzbeauftragte des Bundekanzlers, Andreas Wabl, Uni.Prof. Stefan Schleicher und ich neue Entwicklungen am Sektor der elektro-Mobilität am beginnenden Donauinselfest. Es ist absolut unverständlich, dass über 100 Jahre nach Erfindung des Otto-Motors unsere Fortbewegung sich technisch gesehen kaum weiterentwicklet hat und wir dafür immer noch Rohstoffe verbrennen, die nicht wiederbringlich sind. Da ist es schon beinahe egal, ob wir fossiles Öl oder agrarische Treibstoffe verbrennen. Die Förderung bzw. Produktion von beiden geht einher mit Menschenrechtsverletzungen und auf Kosten von Menschen und Umwelt. Sauber erzeugter Strom eignet sich als Rohstoff für eine nachhaltige Fortbewegung eindeutig besser!

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Kommentare

Raimund Lehner am 2008-11-16 16:59:29

Lohner- Porsche....

...dabei hatte es vor 108 Jahren so gut begonnen, bevor das Öl die uneingeschränkte Macht ergriff.

Gemeint ist der Lohner- Porsche E-Wagen als das erste Zero-Emission-Fahrzeug der Welt.

Meines Wissens ist die Post noch bis weit in den 60 Jahren mit den E-Vehikeln herumgekurvt.

Rasch wurden von den Öl –Multis alle Patente aufgekauft und lagern irgendwo in den Safes der Otto-Lobbyisten. Und so lange es Öl gibt wird mit allen Mitteln daran festgehalten. Ist einfach so in der Welt und umfasst viele andere Bereiche auch.

Ich wohne und arbeite in der städtischen Wohnhausanlage der Gemeinde Wien, „Neues Schöpfwerk“

Seit nunmehr 10 Jahren gibt es eine Projektteamgruppe bestehend aus Mietervertreter, Mitarbeiter von Wiener Wohnen und der GSD (Gesellschaft für Stadt und Dorferweiterung). Dessen Ziel es ist das Neue Schöpfwerk zu sanieren. Ein Anliegen meinerseits war vor 10 Jahren, ebenso wie heute, bessere Nutzung von Energieressourcen, wie zum Beispiel einsetzen von Photovoltaik Anlage, Wärmeaufbereitung (Wärmetauscher) Nutzwassernutzung (Regen-Zisternen) uvm. Kein Ansatz einer Idee, um überhaupt auf das Thema einzugehen, obwohl das Schöpfwerk mit seinen großflächigen Flachdächern, sich optimal dafür anbieten würde, kostengünstige Montagevorrichtungen einzurichten. Einfach abgetan mit „nicht wirtschaftlich“. Vor weniger als 50 Jahren haben Industrielle zum Einbau von Filteranlagen auch gemeint, es sei nicht wirtschaftlich uvm.

Ein wichtiger Punkt in der Sanierung ist der Wildwuchs von Satellitenanlagen. Eine wirtschaftliche bessere und zu Recht geforderte zentrale Satanlage, kann aus Gründen eines Klotzes am Bein nicht entsprochen werden. Der Klotz am Bein nennt sich UPC. Wenn sich die Sozialdemokratie zukunftsorientiert zum Wohle der Bevölkerung entwickeln möchte, so wird es auch an der Zeit sein, sich der Zeit anzupassen. Zu erkennen und nicht, sich an Vergangenem mit allem „muss“ zu verschreiben.
Die Menschen in den Gemeindebauten haben nicht das Geld, um sich das Angebotene von UPC leisten zu können (nicht mehr). Das ist Fakt, daher gibt es keinen neu zuziehenden Gemeindebaubewohner, der einen Abschluss bei Telekabel vornimmt und vielmehr auf Sat setzt. Es gibt zwar von seitens Wiener Wohnen ein Begleitblatt, indem die Montagerichtlinien vorgegeben sind, aber halten tut sich kein Mensch daran. Noch schlimmer ist es, dass sich aus Zeitgründen niemand zuständig fühlt eine Kontrolle vorzunehmen. Wie jüngst zum Beispiel ein Neumieter ein Loch durch die Decke im letzten Stock bohrte und somit am Flachdach seine Satanlage montierte, bis halt der nächste Regen kommt und dann klagen wir über Schimmel im Gemeindebau!

Warum es nicht möglich ist eine zentrale Satanlage einzurichten, wird mit: „es wird eh bald eine andere neue Technologie geben“ abgetan. Wenn man so argumentiert erwirkt man weltweit wirtschaftlich einen Stillsand, ein jeder wartet dann auf eine bessere Technologie. Jeder weiß, dass all das was derzeit als „Neu“ am Markt als Ware angeboten wird, im Grunde genommen bereits Schrottwert hat. In den Schubladen der Konzerne liegen bereits weit bessere Technologien.

Als das Fernsehen seinen Einzug machte, hatten unsere Vorväter rasch die sinnvolle Entscheidung getroffen, zentrale Antennenanlagen zu errichten um dem beginnend zunehmenden Antennenwald entgegen zu wirken.
Vielleicht hätten die auch auf eine „neuere Technologie“ warten sollen. Ist etwas ironisch gemeint aber ihr versteht was ich meine.

Jedenfalls setzt man trotz rasanter Klimaveränderung lieber darauf, die Flachdächer für Sat- Galgen Gerüste zu verwenden, damit jeder Mieter die Möglichkeit hat seine Satanlage auf dem Flachdach montieren zu können. Divergierend sinnvoller Nutzung von Ressourcen.

Grundsätzlich finde ich den UMWELT BLOG gut, man kann zumindest seinen Frust anbringen. Ist ja auch schon was net woar! :-)

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