Gemeinsam mit einigen Freunden aus Kamerun arbeiten wir politisch gemeinsam in Simmering. Jeden Tag planen wir neue Wahlkampfaktivitäten. Raymond mußte aus Kamerun fliehen, da dort ein Diktator herrscht und wenn jemand sich über etwas aufregt, ist es besser das Land zu verlassen. Das ist jetzt sehr vereinfacht dargestellt. Aber Raymond war Bürgermeister in seinem Dorf und wollte Verbessserungen für seine Leute erreichen. Er hat auch als Mittelschulprofessor im Kamerun gearbeitet und in Österreich wurde seine Ausbildung nicht anerkannt, er hätte alles nachmachen müssen. Nun hat er eine Ausbildung als Pflegehelfer fertig und ist auf Jobsuche. Seine Frau Hortense arbeitet bereits als Heimhilfe bei den Wiener Sozialdiensten. Der Verein der Kameruner in Wien hat eine Präsentation in unserer Sektion gemacht. Im Kamerun spiegelt sich ganz Afrika mit allen Landstrichen und Spezialitäten. Es gibt Gebirge, Wüste, Steppe, Küste und grüne Landstriche. Raymond und seine Freunde arbeiten aktiv in der SPÖ mit und erzählen uns auch immer wieder, wie es ist als Schwarzafrikaner in Wien zu leben. Viele Leute glauben, dass alle Afrikaner Englisch reden, doch Raymond spricht perfekt Französisch und ärgert sich darüber, dass keiner auf die Idee kommt, dass auch Französisch eine Sprach Afrikas ist. Das Bild, dass Schwarzafrikaner automatisch Dealer sein könnten ist sehr stark.Unsere Sektion ist stolz, dass wir eine große Gruppe von vielen unterschiedlichen Personen und Persönlichkeiten sind. Unsere Mischung ist wirklich einmalig und wir fühlen uns wohl in der Gemeinsamkeit.



Christine Lapp
schreibt am 2008-08-21 11:33:21