heute hat sich ja einiges bewegt, was bislang recht verfahren war. erstens will die övp (der es ja bekanntlich reicht) nun doch nicht ein jahr warten, bevor es eine unterstützung für die von der teuerung am stärksten betroffenen familien gibt. zweitens aber will sie genau jenes (die rede ist von einer 13. familienbeihilfe) mit einem verpflichtenden kostenlosen kindergartenjahr "junktimieren".
dazu gibt es eine eher negative auslegung, die heute josef cap sinngemäß mit "wenn man war wirklich will, dann junktimiert man es nicht mit etwas in der umsetzung eher kompliziertem" auf den punkt gebracht hat. ich möchte es hier mit einer positiven sichtweise versuchen: ich finde es einfach schön, dass die övp, obwohl es ihr reicht, nun der SPÖ-forderung eines verpflichtenden kindergartenjahres ab 5 jahren zustimmen will.
dieses bildungsjahr ist auch eine alte forderung der wiener spö - wien ist das erste bundesland mit einem bildungsplan für die kindergärten, und die sichtweise, dass kindergärten zentrale bildungseinrichtungen sind ist der schlüssel dazu.
übrigens hat heute auch die arbeiterkammer in einer pressekonferenz ein konkretes bild einer solchen verstärkten frühen förderung entworfen - bei dem bildungsjahr deckt sie sich genauso wie bei der forderung nach einer akademischen ausbildung für alle pädagogInnen mit den unseren. w24 hat dazu heute einen bericht gemacht, in dem auch ich zum derzeitig laufenden wiener fördermodell gefragt werde. so genug geschrieben. willi molterer würde wohl sagen: es reicht.



Jürgen Wutzlhofer
schreibt am 2008-08-13 23:14:48