Im letzten Wissenschaftsausschuss stand als erster Tagesordnungspunkt der Bericht zur sozialen Lage der Studierenden 2007 am Programm. Trotz einiger Kinderkrankheiten die der Bericht hat, wie zum Beispiel keine Angaben wie viele StipendienbezieherInnen es gibt, oder keine Auflistung der durchschnittlichen Stipendienhöhe nach Vaterberuf, oder fehlende Angaben über Frauen und Männer in der Kategorie der SelbsterhalterInnen, gibt der Bericht dennoch einige interessante Details bekannt.
Der für mich wichtigste Punkt ist, dass offensichtlich noch immer die soziale Herkunft mehrheitlich darüber entscheidet ob jemand studiert oder nicht. Die Gründe liegen sicherlich zum einem in unserem Schulsystem, das bereits 10jährige vor die Entscheidung stellt welcher beruflicher Weg eingeschlagen werden soll und natürlich auch, dass Studieren Geld kostet – vor allem nach der Einführung der Studiengebühren. Wie sehr Studierende finanzielle Unterstützung benötigen, beweist die Tatsache, dass 60 Prozent der StudentInnen während des gesamten Studiums bzw. partiell arbeiten müssen. Gleichzeitig wird als häufigste Barriere die Vereinbarkeit von Beruf und Studium genannt. Gerade aus diesem Grund hatten die österreichischen Fachhochschulen einen Riesen-Zulauf in den letzten Jahren.
Interessantes Detail am Ausschuss-Rande war die Tatsache, dass die Donau-Uni-Krems in Sachen Frauenförderung in dem Tätigkeitsbericht sehr gelobt wird - zum großen Teil stimmt das auch und ist sicherlich löblich – nur auch in diesem Fall hat die Sache einen Haken. Dazu mehr in einer parlamentarischen Anfrage, die ich in Kürze einbringen werde. Es wird berichtet.



Bettina Stadlbauer
schreibt am 2008-04-02 08:37:34