Heute abends fliege ich zum UN-Klimagipfel nach Bali. Ja, ich fliege, obwohl das eine Menge CO2 ausstößt. Aber die Alternativen, um nach Bali zu kommen, sind relativ begrenzt. Für die gesamte österreichische Delegation wird es für die durch den Flug ausgestoßenen Tonnen CO2 eine Kompensation geben, indem Projekte finanziert werden, die Aufforstungen und Technologieumstieg unterstützen.
Ich werde am Dienstag nachts in Bali ankommen und am Mittwoch in der Früh mit einem Roundtable für ParlamentarierInnen losstarten (open and wide-ranging discussion on how to create a global carbon market involving both the North and the South of the world). Aus meinem politischen Verständnis heraus verstehe ich Parlamente als Repräsentanz der BürgerInnen eines Landes – und diese in Klimaschutzfragen einzubeziehen scheint mir außerordentlich wichtig.
Freunde aus Umwelt-NGOs, die schon vor Ort in Bali sind, sehen den Gang der Verhandlungen recht positiv. Neben des Festsetzens eines Fahrplans für ein Post-Kioto-Regime, das 2009 in Kopenhagen beschlossen werden soll, ist mir vor allem wichtig, dass es möglichst nicht nur hochgesteckte Reduktionsziele gibt sondern auch klare Wege, wie man dahin kommt. Das Einbeziehen von Entwicklungs- und Schwellenländer ebenso wie von den wichtigen Industrieländern wird ein besonderer Knackpunkt werden. Und als drittes großes Feld sehe ich die Herausforderung, wie es gelingen kann, die ärmsten Länder in die Lage zu versetzen, nicht nur die Klimaanpassung zu finanzieren, sondern auf ihrem Weg zu Wohlstand nicht unsere Fehler aus dem Norden zu wiederholen. Es ist die Aufgabe gerade der reichen Länder, ihnen einen nachhaltigen Weg zu einer funktionierenden Wirtschaft und einer gesunden Umwelt zu ermöglichen.



Petra "Penny" Bayr
schreibt am 2007-12-10 11:07:34
Alfred Hulka
am 2007-12-10 15:27:47
Jede Initiative hier ist immens wertvoll.
Es wird noch einige Gipfeltreffen geben müssen um der Menschheit die Notwendigkeit einer Umkehr weg vom verhängnisvollen Raubbau der reichen Industiestaaten auf Kosten der Armen und Rechtlosen dieser Erde. Ohne Rücksicht auf Auswirkungen auf die Natur und unsere kommenden Generationen frisst die heutige westliche Welt den Hungernden die letzten Rationen vom Teller und spuckt die Speisereste ihnen an den Kopf.
China, das Beispiel eines Umweltegoisten, hat seine Ausbeutung der Resourcen auf Afrika ausgedehnt. Ähnlich einer Heuschreckenplage grasen die unersättlichen Rohstoffkeiler die nächsten Reviere ab. Bezahlt wird oft mit Waffen und anderen fatalen Technologien. Neue Sklavereien und Kollonien.
Hier tat sich ein neues Betätigungsfeld für Menschen mit sozialistischen Ideen und Herzen auf. Veteilungsgerechtigkeit, Internat. Solidarität und Friedensförderung statt selbstmörderischem Kapitalismus in seiner hässlichsten Fratze.
Umweltpolitik ist Friedenspolitik ist Weltpolitik
Österreich kann mit einer neuen Umweltmusterpolitik dazu beitragen.
Fangen wir heute damit an.