Ich mache mir schon seit Jahren Gedanken darüber, wie denn das mit den Prämierungen von Weinen oder Restaurants funktioniert. Nun ist wieder eine Neuauflage eines Restaurantsführer erscheinen, wobei ich den Titel nicht erwähne, weil meine Betrachtungen für alle anderen auch gelten. Wie finanziert sich so ein Buch? Da werden 600 Restaurants bewertet. Der Betrag ist sicherlich nicht zu hoch gegriffen, wenn ich kalkuliere, dass pro Restaurant vom Tester 100 Euro ausgegeben werden müssen, um aussagekräftige Mahlzeiten konsumieren zu können. Macht also in Summe 60.000 Euro. Der Guide kostet 6 Euro, um also die reinen Speisenkosten für die Buchkritik zu decken, müssten 10.000 Bücher verkauft (und nicht verschenkt) werden, und das halte ich nicht für realistisch. Dann kommen vor allem die Druckkosten und die Kosten für den Vertrieb und die Werbung dazu. Wie das nun also wirklich gehen soll, das überlasse ich der Fantasie der Leserinnen und Leser. Ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren ;-)



Siegi Lindenmayr
schreibt am 2011-03-21 07:21:44