Auf Initiative von Bezirksvorsteherin Martina Malyar wurde heuer erstmals das „Alsergrunder Umweltsiegel“ an besonders innovative Unternehmen vergeben, die sich zum Ziel gesetzt haben, die Umwelt nachhaltig zu entlasten.
Rund ein Dutzend Betriebe am Alsergrund sind dem Aufruf der Bezirkschefin gefolgt und haben ihre Projekte eingereicht.
Als Jury konnte Martina Malyar den ÖkoBusinessPlan Wien – Wr. Umweltschutzabteilung MA 22 ins Boot holen, der durch seine Tätigkeit in Zusammenhang mit dem Umweltpreis der Stadt Wien bereits über langjährige Erfahrung und Kompetenz in der Beurteilung derartiger Projekte verfügt. „Damit ist eine fachlich fundierte Bewertung der eingereichten Projekte garantiert“, erklärt die Bezirksvorsteherin.
Im Rahmen einer kleinen Feier auf der Summerstage wurden gestern die Preisträger geehrt. In einer knappen Juryentscheidung hatte das Projekt „Fernkälte“ schließlich die Nase vorn.
Dafür ausgezeichnet wurden die Fernwärme Wien GmbH - Fernkältezentrale Spittelau als Erzeuger und die Einreicher AKH - Allgemeines Krankenhaus der Stadt Wien und VAMED-KMB Krankenhausmanagement und Betriebsführungsges.m.b.H als Abnehmer der Fernkälte im Bezirk.
Im AKH können durch den Teilumstieg auf die umweltschonende Kälteproduktion mit Wärme und Strom aus der Müllverbrennung die CO2 Emissionen bis 2011 um weitere 4.000 t reduziert werden.
In den Kreis der Nominierten schafften es außerdem die Projekte:
- Radflohmarkt im WUK (eingereicht von der Event Company) als Recycling-Projekt, für das alte und defekte Räder repariert und im Umlauf gehalten werden. Die Organisation erfolgt über einen gemeinnützigen Verein. Der Reinerlös wird einem vom AMS unterstützen Projekt zur Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsprozess zur Verfügung gestellt.
- Betriebsökologisches Projekt der Bank Austria UniCredit Group am Standort Franz-Josefs-Bahnhof. Hier wurde der Energiehaushalt und Schadstoffausstoß für ein ganzes Bürogebäude drastisch heruntergefahren.



Siegi Lindenmayr
schreibt am 2010-08-27 13:15:28