George Soros wird heute in der Presse porträtiert. Bewundernd schreibt die Autorin über die Magierfähigkeiten des Finanzspekulanten, der in 30 Jahren ein Vermögen von 9 Mrd Dollar hat. Herausgestrichen wird, dass Soros als einer der ersten die sogenannten Leerverkäufe abgewickelt hat. Jene Leerverkäufe, die Martin Schulz und Sigmar Gabriel beim gestrigen Bundesparteitag so beschrieben haben: Ohne reale Handlungen werden Versicherungen und andere Finanzprodukte nicht nur an den jeweiligen Kunden, sondern auch noch an Dritte verkauft. Ringelspiel ohne Anfassen sozusagen.
Lobend wird auch in der Presse erwähnt, dass dieser Finanzguru nicht nur in seiner Aktienwelt schwebt, sondern auch als phänomenaler Wohltäter auftritt. Er spendet über sein "OpenScience Institut" 500 Mio Dollar pro Jahr. Sonst wird er als ziemlich lässiger Typ beschrieben, der den Pfund durch wildes Wetten darauf, dass er verlieren möge, ins Abseits taumeln ließ.
Zum Abschluß bedanke ich mich als Leserin, dass es Soros genau richtig findet, dass die Finanzwelt jetzt mit Regeln versehen wird und dass er natürlich maßgeblich dazu beigetragen hat. Soros der Held der Regulierung und nicht Soros der Held des Kasinokapitalismus. Danke, Danke, Danke.



Christine Lapp
schreibt am 2010-06-13 12:46:35