
Immer mehr Frauen arbeiten Teilzeit. Das ist auf dem österreichischen Arbeitsmarkt eine Realität. Darum habe ich heute gemeinsam mit Claudia Sorger vom Institut der L&R Sozialforschung (http://www.lrsocialresearch.at/ ) eine Studie zum Thema „Qualifizierte Teilzeit“ präsentiert.
Die wichtigsten Ergebnisse können hier nachgelesen werden:
http://www.frauen.bka.gv.at/site/cob__39074/6608/default.aspx
Und die ganze Studie findet sich hier: http://www.frauen.bka.gv.at/site/5461/default.aspx#a5
Was können wir nun tun, damit wir die Situation der teilzeitbeschäftigten Frauen am Arbeitsmarkt verbessern?
- Weil Teilzeitkräfte bis zu 30 Prozent weniger Bruttostundenlohn als Vollzeitangestellte bekommen, brauchen wir eine Einkommenstransparenz in den Betrieben. Denn durch die anonyme Offenlegung der durchschnittlichen Gehälter in den Unternehmen würde auch dieser Misstand in jedem einzelnen Betrieb sichtbar und kann behoben werden.
- .Wir müssen noch mehr Kinderbetreuungsplätze schaffen. Eine Umschichtung von Finanzmitteln könnte das ermöglichen. Dazu kann der Vorschlag des WIFO aufgegriffen werden, den Alleinverdienerabsetzbetrag für Frauen, die keine Kinder betreuen, abzuschaffen. Mit dieser Umschichtung von 60 Millionen Euro könnte für die nächsten 3 Jahre der Ausbau der Kinderbetreuungsplätze finanziert werden.
- Die Akzeptanz der Väterkarenz in den Unternehmen muss gestärkt werden.
- Wir brauchen eine interne Informationspflicht in Betrieben. Alle Teilzeitbeschäftigten sollen über offene Vollzeitstellen informiert werden, bevor das Unternehmen diese Stellen extern ausschreibt.



Gabriele Heinisch-Hosek
schreibt am 2010-03-30 17:35:11