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Hat Politik auch was mit Gefühlen zu tun?

Peko Baxant schreibt am 2010-03-23 11:14:00

jugendgewalt20081111191535Meine Kollegin im Wiener Landtag Sonja Ramskogler beschäftigt sich schon seit Jahren mit der Frage, wie Menschen mit psychischen Problemen noch besser geholfen werden kann. Im Rahmen dieser Initiativen wurde auch eine interessante Veranstaltung unter dem Motto "Politik und Gefühl" ins Leben gerufen. Bisher hat es bereits 6 Veranstaltungen gegeben, unter anderem wurden Themen wie "Neid - der innere Herrscher", "Gehört zur Politik die Macht" oder "Depression und Burn Out in der Politik" besprochen. Am 28. April findet die nächste Veranstaltung statt, die ich empfehlen möchte:

28. April, 19 Uhr: "Jugend und Gewalt"

Es diksutieren:
Dr. Eva Mückstein, Präsidentin des Österreichischen Bundesverbandes für Psychotherapie
Labg. Mag. Sonja Ramskogler, Psychologin und Psychotherapeutin
Dr. Anton Schmid, Wiener Kinder und Jugendanwalt
Andreas Zemabaty, Verein "Neustart"

Moderation: Dr. Kilian Franer, MSc (SPÖ- Rathausklub Wien)

Ort:
Alte Schieberkammer, Meiselstrasse 20, 1150 Wien


Immer wieder gibt es in den Medien Meldungen über die Gewalt von Jugendlichen. Das reicht
von Sachbeschädigungen und geht über Mobbing – als eine verdeckte Variante – bis hin zu
Amokläufen in Schulen und Universitäten. Aber auch neue Formen der Mediatisierung von Gewalt, wie etwa von Handy-Videos im Internet, nehmen zu. Neben dieser nach außen gewendeten Gewalt, richtet sich diese aber auch häufig gegen Jugendliche selbst, wie in Form von Konsum bestimmter Substanzen sowie selbstverletzendem Verhalten.
Das sind natürlich keineswegs alle Aspekte jugendlicher Gewalt, sondern einige spezifische Erscheinungsformen.

  • Werden die sich selbst und somit auch dem Umfeld entgleitenden Jugendlichen
    in der Anzahl häufiger?
  • Geht die Tendenz immer mehr in Richtung Brutalität?
  • Werden die betroffenen Jugendlichen immer jünger?
  • Was sind die Ursachen für diese Entwicklung und was kann dagegen unternommen werden?
Diese und weitere Fragen sollen bei der Podiumsdiskussion behandelt werden. Denn ob und
welche Antworten gefunden werden, ist nicht nur eine Frage von beruflicher Relevanz etwa für
Felder wie Psychotherapie, Sozialarbeit und Pädagogik, sondern eine von zutiefst gesellschaftspolitischer Bedeutung.

Politik und Psychologie sind Geschwister. Psychologie ist schon seit jeher zentrales Element der „Kunstform“ Politik gewesen, noch bevor Psychologie als Begriff bzw. als Wissenschaft existierte.
Heute stellen sich in diesem Zusammenhang vielfältige Fragen: Was hat die Psychologie der
Politik zu sagen bzw. was umgekehrt? Können sie voneinander lernen, einander gegenseitig
positiv beeinflussen? Kann ernsthafte Psychologie sich überhaupt mit praktischer Politik „abgeben“,
ohne in den Geruch der Willfährigkeit gegenüber der Macht zu kommen? Ist für die Politik
die Wissenschaft von der Seele des Menschen nicht zu „weltfremd“ und zu wenig handfest?
Bis dato wurden schon sehr unterschiedliche Facetten des Themas „Politik und Gefühl“ unter
reger Publikumsbeteiligung diskutiert.

Zum Studienprogramm des Wiener SPÖ-Rathausklubs: http://www.rathausklub.spoe.at

Link: http://www.pekobaxant.at/stories/hat-politik-auch-was-mit-gefuehlen-zu-tun/

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