Barack Obama hat kürzlich verkündet, daß ihm eine gute Legislaturperiode lieber ist als zwei mittelmäßige. Er stellt den Kampf für eine echte Gesundheitsreform über seine Präsidentschaft.
Die von Obama forcierte Gesundheitsreform soll Millionen von in Armut lebenden US-AmerikanerInnen im Falle einer Krankheit versichern. Das könnte die USA von innen her ein Stück befrieden, was sich übringes nicht nur positiv auf die ausgesprochen aggressive US-Außenpolitik auswirken würde. So eine Reform würde die Wild-West-Mentalität (der Stärkere setzt sich durch; die eigenen Ellbogen fungieren als die wichtigsten Instrumente, um nach oben zu kommen) ein wenig abschwächen. Insoferne hätte die Obama-Gesundheitsreform positive Effekte auf die ganze Welt.
Obama macht damit eine bis dato einzigartige Aussage: Politiker wollen Macht ausüben, aus den unterschiedlichsten Motiven. Die einen, um die Welt nach ihren Vorstellungen zu verändern/verbessern, andere nur um der Macht willen. Politik scheint ohne Macht nicht zu funktionieren. Nun stellt sich der mächtigste Mann der Welt hin und stellt einen Machtverzicht in Aussicht - um die Welt zum Besseren zu verändern. Er könnte mit diesem Schritt als erster beweisen, wieviel man in der Welt bewegen kann, wenn man die Macht und deren Erhalt nicht als oberstes Ziel vor Augen hat. Ich wünsche ihm viel Erfolg!
http://abcnews.go.com/WN/Politics/president-obama-good-term-president/story?id=9657337
Link: http://www.pekobaxant.at/stories/obama-und-der-machtverzicht/



Peko Baxant
schreibt am 2010-01-26 14:57:00