Wie die Medizinische Universität Wien heute bekannt gegeben hat, gibt es seit 1. Jänner endlich einen Lehrstuhl für Gender Medicine. Das sehe ich als wichtiges frauenpolitisches Signal. Denn der männliche Patient gilt heute medizinisch immer noch als Prototyp in der Forschung. Unterschiede in Diagnose, Krankheitsverlauf, Wirkung von Medikamenten und Behandlung werden zu Lasten der Frauen oftmals kaum berücksichtigt. Diesem Themenbereich nimmt sich die Gender Medicine an.
Daher ist ein Lehrstuhl, der sich der Erforschung geschlechtsspezifischer Krankheitsprozesse und deren Behandlung widmet im Sinne der Frauen als besonderer Erfolg zu werten. Ich gratuliere Frau Dr.in Alexandra Kautzky Willer zu ihrer Berufung und bin überzeugt davon, dass diese Professur wichtige Impulse zum besseren medizinischen Verständnis geschlechtsspezifischer Krankheitsbilder und Therapien führt.
Mehr Informationen hier: http://www.meduniwien.ac.at/homepage/news-und-topstories/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=1075&cHash=f1732d2870

Gabriele Heinisch-Hosek
schreibt am 2010-01-11 14:59:40