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Frauen-Leben

Blog der Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst

Gehaltsabschluss Öffentlicher Dienst

Gabriele Heinisch-Hosek schreibt am 2009-12-10 10:20:04

Aus meiner Sicht ist der gestrige Gehaltsabschluss für die öffentlich Bediensteten eine Magermilch mit Fettaugen geworden. Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden. Den Polizistinnen und Polizisten, Krankenschwestern und Lehrerinnen und Lehrern die Teuerung auszugleichen, geht für mich in Ordnung.


 


Mir ist es besonders wichtig, dass die kleinen Einkommen mehr bekommen als die BestverdienerInnen. Jene Bediensteten, die im öffentlichen Dienst am wenigsten verdienen, sind für mich die GewinnerInnen dieses Gehaltsabschlusses. Die Reinigungskraft, die derzeit rund 1.300 Euro brutto monatlich verdient, wird ab 1. Jänner 2010 eine Gehaltserhöhung von ca. 1,2 Prozent bekommen. Dem Sektionschef hingegen wird ab Jänner nur die Inflation abgegolten.


 


Mit diesem Ergebnis bin ich zufrieden. Beide Seiten – Regierung und GÖD - haben sich aufeinander zu bewegt. Unsere Ausgangslage war eine Erhöhung von 0,5 Prozent, die GÖD-Forderung lag bei 1, 5 Prozent. Wir haben uns in der Mitte getroffen.


 


Der Finanzminister hat in der Verhandlung mehrmals betont, dass die finanziellen Mittel für diese Gehaltserhöhung zur Verfügung stehen. Er hat klar gemacht, dass es finanzierbar und leistbar ist. Mir war wichtig, mit dem zur Verfügung stehenden Geld sorgsam und verantwortungsbewusst umzugehen. Aber ich bin die Letzte, die den öffentlich Bediensteten eine Abgeltung der Inflation in wirtschaftlichen schwierigen Zeiten nicht gönnt. Mir war wichtig, dass jene Bediensteten, die wenig verdienen, mehr bekommen als Besserverdienende.


 


Hier noch eine kleine Überblickstabelle über die prozentuellen Erhöhungen:



Funktion                                                       Erhöhung in Prozent



SektionschefIn                                                             0,946%


Stv.  SektionschefIn                                                     0,957%


AkademikerIn (alt)                                                        0,980%


AkademikerIn 12 Jahre Berufserfahrung                         1,014%


MaturantIn mit langer Berufserfahrung                            1,043%


AkademikerIn                                                              1,082% 


PflichtschullehrerIn - Berufseinstieg                               1,122%


SachbearbeiterIn                                                          1,135%


Hilfsdienst - Handwerk                                                  1,167%


Hilfsdienst                                                                   1,190%


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Kommentare

Lisa Ettinger am 2009-12-13 01:13:00

Worüber ist man zufrieden???

Was ist daran zufriedenstellend, dass es Löhne UNTER 1000.- netto gibt oder das die ein lächerliches Pappenstiel mehr bekommen obwohl alles so teuer ist? Die Bevölkerung verarmt, vor allem die Frauen verarmen. Solche "Schandlöhne" und Mager-Erhöhungen haben binnen 15 Jahren unsere Einkommen wohl um 10-20% reduziert und das alles wirkt sich auf Beihilfen, Arbeitslosengelder bis hin auf die Pension aus, sozusagen ein fortgesetztes Elend bis zum Grab. Die Armutsgrenze beträgt inzwischen ÜBER 900.- und da frage ich mich schon, wie die SPÖ so was noch feiern kann, ja sogar selbst ausverhandeln kann. Keine Ausreden mehr! So etwas bezeichne ich nicht als Arbeitnehmerinnen-Vertretung! "Working poor" und da ist man noch "stolz" darauf dass eine Frau mit schandhaften 1300.- brutto für 40 WStd. - whow - 1,1% mehr bekommt, also 14 €, das ist nicht mal das was die Lebensmittelteuerung in einem Jahr pro Woche ausmacht, von Fahrkarten, gebühren, Strom, etc. nicht zu reden. Könnt echt stolz sein, Genossen!

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