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LAPP BLOG 2012

Erfahrungen aus dem Leben einer Abgeordneten. Zusätzlich stelle ich Euch interessante Personen und Tätigkeiten in meinem Umfeld vor. Wenn ihr weiterhin dabei sein wollt, würde es mich freuen - Eure Christine Lapp www.christinelapp.at

The Day after

Christine Lapp schreibt am 2009-09-28 13:24:37

Gestern hat es in Oberösterreich und auch in Deutschland für die Sozialdemokratie ordentlich gekracht. Die WählerInnen schenken uns zu wenig Vertrauen. Nun gilt es Änderungen zu machen, um besser wahrgenommen zu werden und wieder Vertrauen zu gewinnen. Ecken und Kanten gehören her, denn als Kukidentpartei fallen unsere Zähne von alleine aus. Umverteilung, Gerechtigkeit, bessere Bildung, neue Lebenschancen, bessere Umwelt - Themen gibt es genug. Dazu gehört auch programmatisch und im internationalen Rahmen diskutiert. Welchen politischen Entwurf planen wir für die nächsten 20 oder 30 Jahre? Hören wir auf, an die Schlagzeilen des heutigen Tages zu denken und entwickeln wir unsere Grundfesten, Positionen, die für uns Eckpfeiler sind, an denen wir die Alltagspolitik emporranken lassen können. Wir können es nicht allen recht machen, denn wenn wir wischi waschi Politik machen, werden wir auch wischi waschi von den WählerInnen behandelt.

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Kommentare

Roman Allmeder am 2009-09-29 05:26:16

Wie Lasalle treffend anmerkte...

Der große deutsche Sozialist Ferdinand Lasalle sagte: "Die revolutionärste Tat ist zu sagen was ist...." Aus dieser Analyse des Ist-Zustandes können Visionen entstehen. Das Begreifen der Ist-Situation bedeutet auch die Rahmenbedingungen , das Warum zu erkennen und-nur dann- Änderungen und Verbesserungen für die Menschen zu ermöglichen.

Zur Zeit scheint aber das Gegenteil gelebt zu werden. Zudecken und Schönreden. Marketingtechnisch scheint das in Ordnung, eine Partei führt man so aber nicht. Was den Menschen unter den Nägeln brennt, wollen sie zumindest beim Namen genannt wissen. Wenn es schon keine schnellen Lösungen für sie gibt, so wollen sie das Bemühen um sie spüren. Das Bemühen, dass sich jemand aufrecht Gedanken um ihr Wohl macht.

Das ist es was den Menschen fehlt. Dazu bedarf es aber einer intellektuell und humnanistisch hochstehenden Führungsriege mit tiefen Wurzeln und aufrechtem Gang.

Barbara Gerhold am 2009-09-29 12:57:08

The day before tomorrow

Leider hat unsere Partei ihr ureigenes Profil verloren und ist gewissermaßen beliebig geworden. Wir haben vergessen unsere Wurzeln zu pflegen, deshalb ist nun der Stamm bedroht. Wir reagieren bloß ständig anstatt zu agieren.
Mir ist schon klar, dass eine große Koalition diese Gefahren birgt, aber es muß klar sein, wer wofür steht!
Der SPOÖ will ich aber diesen Vorwurf nicht übermäßig machen - das passiert leider nun schon allzu lange im Bund.
Übrigens => heute findet sich ein bemerkenswerter Leserbrief in ÖSTERREICH mit dem Titel "Im Jammertal der SPÖ", der mir diesbezüglich aus der Seele gesprochen hat. Zwei weitere Leserbriefe bedienen ebenfalls das selbe Thema. Unbedingt lesenswert!

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