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Frauen-Leben

Blog der Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst

gleich=fair

Gabriele Heinisch-Hosek schreibt am 2009-09-23 13:10:03

Kampagnenlogo



Heute starten Sozialminister Hundstorfer und ich die Kampagne "gleich = fair" zu gleichem Lohn für gleiche Arbeit. Denn ich finde es besonders schlimm, dass Frauen bei gleicher Ausbildung, bei gleicher Berufserfahrung für die gleiche Arbeit um bis zu 15 Prozent weniger verdienen als Männer. Da haben wir es mit einer Ungerechtigkeit zu tun, die niemand in unserem Land akzeptieren kann und die unserem Land auch schadet.


 


Mit der Kampagne wollen wir zeigen, dass das Thema alle betrifft und dass gleiche Bezahlung den Frauen und den Männern Vorteile bringt. Die Gesellschaft und damit auch die Wirtschaft werden sich positiv weiterentwickeln, wenn wir diese Ungerechtigkeiten gemeinsam aus dem Weg räumen. Ich freue mich sehr, dass es gelungen ist, bekannte Persönlichkeiten zu gewinnen, die die Kampagne "gleich = fair" mittragen. Der Schauspieler Harald Krassnitzer, die Wissenschafterin Fatima Ferreira, die Sängerin Valerie und die Kabarettistin Andrea Händler engagieren sich für dieses Anliegen( http://frauen.bka.gv.at/site/6805/default.aspx)


 


Wie wir die Einkommensschere verkleinern wollen? Um mit dem Versteckspiel bei den Einkommen ein für alle Mal Schluss zu machen, wollen wir Einkommenstransparenz gesetzlich festschreiben. Ich weiß, in Österreich redet niemand über den Lohn oder das Gehalt. Dafür haben wir nicht die Kultur. Aber es geht ja überhaupt nicht darum, einzelne Einkommen zu veröffentlichen. Es geht darum, Betriebe mit mehr als 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu verpflichten, sich mit den Gehältern ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Detail zu beschäftigen und die Durchschnittsgehälter in den jeweiligen Positionen und Verantwortungsbereich betriebsintern anonym offen zu legen. Ich bin mir sicher, dass sich dadurch einiges zum Positiven verändern wird. Denn Frauen wissen oft gar nicht, dass sie weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen. Und auch den Betrieben ist das oft nicht bewusst. Ich unterstelle keinem Unternehmen, dass den Frauen für die gleiche Arbeit weniger gezahlt wird.  Aber die statischen Daten sprechen eine klare Sprache: Frauen bekommen weniger Geld für die gleiche Arbeit - und das gehen wir jetzt an. (Link zum Einkommensbericht des Rechnungshofs: http://www.rechnungshof.gv.at/berichte/ansicht/detail/einkommensbericht-20081.html)


 


Bitte unterstützen Sie die Initiative von Rudi Hundstorfer und von mir. Bestellen Sie Kampagnenmaterial (http://frauen.bka.gv.at/site/5451/default.aspx), tragen Sie die Kampagnen-Buttons, machen Sie "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" zu einem Thema in Ihrem Umfeld.  Jedes Engagement hilft uns, unser Ziel umzusetzen.


 

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