Im Hof der Simmeringer Hauptstraße 142 erfahre ich, was Thema ist: Waschküchenbenutzung, Zusammenleben im Gemeindebau und konkrete Anliegen wie zu Pensionsfragen etc. Hier würden konservative Pensionskritiker sehen (falls sie wollen), dass Leute, die früher in Pension gehen wollen bzw. müssen, körperlich nicht mehr imstande sind, arbeiten zu gehen. Die Statistiken zeigen auch, dass jene Leute, die nach vielen Anläufen doch eine Invaliditätspension bekommen, um diese Jahre auch früher sterben. Erstaunlich sind dann immer wieder die Unkenrufe, das Pensionssystem sei unfinanzierbar und die Alten würden den Jungen das Geld wegschnappen.
Gerade die Kapitalmarktkrise im vergangenen Jahr, hat gezeigt, dass Kapitalmarktsysteme, viel schneller den Bach runter gehen können als die umlagefinanzierten Systeme. Jetzt stehen auch diejenigen beim Staat Schlange, die bei ihren zusätzlichen Privatpensionen durch die Kapitalmarktkrise herbe Verluste erlitten haben. Erinnert man sich an die Offensive von Schwarz/Blau, dass diese Privatpensionen die Zukunft seien und damals auch vom Staat gefördert wurden. Allerdings gab es damals keinen "Beipackzettel", wo auf die Risiken hingewiesen wurde. Wir haben das damals zwar lautstark bemerkt, doch wurden wir als altmodische Querulanten abgetan...
Die kommenden Veränderungen beim Pensionssystem sind sicherlich ein wichtiger Punkt für die Schärfung unseres Profils. Hoffen wir das Beste und arbeiten daran.



Christine Lapp
schreibt am 2009-09-12 12:41:40