Durch das fortschreitende Zusammenwachsen Europas rücken Wien und Bratislava enger zusammen. Um diese Entwicklung positiv zu nutzen, wurde vom Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff) gemeinsam mit seinen ProjektpartnerInnen die "Überregionale Beschäftigungsinitiative Wien-Bratislava (ÜBI)" ins Leben gerufen. "Uns ist wichtig, gemeinsam Strategien und Konzepte für bessere Qualifikation und mehr Beschäftigung in der Region Wien-Bratislava zu entwickeln und umzusetzen. Hier geht es um Erfahrungsaustausch und um das gegenseitige Lernen und Profitieren von den jeweiligen Stärken und Kompetenzen. Damit rüsten wir uns bereits jetzt für die Zukunft, in der sich die beiden benachbarten Arbeitsmärkte noch stärker verzahnen werden", betonte Wiens Vizebürgermeisterin Renate Brauner am Montag. Die Initiative setzt bis 2011 acht Teilprojekte um. Ein zentrales Element ist der Lehrlingsaustausch Wien-Bratislava. Besonders praxisnah können sich dabei die gerade in Ausbildung stehenden jungen Leute unmittelbar vor Ort ein Bild von den jeweiligen Arbeitsbedingungen in den Partnerländern durch Praktika und Austauschprogramme für die Lehrlinge und deren AusbildnerInnen machen. Konkret handelt es sich um den Austausch von Hotellerie-Lehrlingen, die von 24. August bis 13. September in Vier- und Fünfsternbetrieben ihre Praktika absolvieren. Zehn Plätze stehen dafür zur Verfügung. "Diese Initiative setzt ganz zentral auf das gemeinsame Arbeiten", erklärte Brauner, "gerade wenn junge Menschen selbst erfahren können, wie es ist, in einem Betrieb der jeweiligen Partnerstadt zu arbeiten, wird die Gemeinsamkeit innerhalb der Region ganz persönlich wahrgenommen und direkt spür- und greifbar." Bis 23. August absolvierten drei junge Fachkräfte aus Bratislava ein dreiwöchiges Praktikum im "Intercontinental Wien". Gemeinsam mit sieben Wiener Lehrlingen reisen sie am 24. August nach Bratislava. Bis 13. September 2009 dauert ihr Praktikum in Hotels in Bratislava. Im September werden weitere fünf SchülerInnen der slowakischen Tourismusschule ein dreiwöchiges Praktikum in einem Wiener Hotelbetrieb absolvieren. Die Überregionale Beschäftigungsinitiative wurde vom waff sowie der Zentrale für Arbeit, Sozialwesen und Familie in der Slowakei gestartet und wird vom waff koordiniert. Weitere PartnerInnen sind die Stadt Wien, das AMS Wien, das Bundessozialamt und VertreterInnen der Sozialpartner. 1,5 Millionen Euro stehen für die ÜBI zur Verfügung, die Mittel stammen von der Stadt Wien (waff), dem Ministerium für Bauwesen und Regionalentwicklung der Slowakei sowie dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung

Hannah Leodolter-Scheday
schreibt am 2009-08-24 13:13:32