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FotoBlog siegi.net

Die Kamera ist im Alltagsleben nicht immer dabei, ich werde dennoch versuchen, halbwegs regelmäßig diesen Blog mit Fotos zu füllen - und diese zu kommentieren. Die Blogeinträge können - müssen aber nicht - mit der offiziellen Meinung der SPÖ übereinstimmen. Meine Website http://www.lindenmayr.spoe.at/

Vermögenssteuer für Superreiche

Siegi Lindenmayr schreibt am 2009-08-24 23:01:15

Fiona-muss-zahlen!„Wenn sie kein Brot haben, dann sollen sie Brioche essen.“ Dieser Satz wurde vielen reichen Damen unterschoben. „Ich bin auch empört, wie teuer das Leben ist. Ich bin auch empört, wie teuer ein Liter Milch ist“, sagte hingegen tatsächlich Fiona Pacifico Griffini-Grasser (in der Seitenblicke-Gesellschaft auch als Kristall-Millionärin bekannt) zu Puls4, und dann hat sie auch schon einen Lösungsvorschlag: ""Wenn man Platz auf der Terrasse hat, soll man sich seine Gemüse und seinen Salat und seine Tomaten auf der Terrasse wachsen lassen."
Da wird es nun aber Zeit, wieder einmal auf die Forderung "Vermögenssteuer für Superreiche" hinzuweisen, und auf die Website http://www.fionamusszahlen.at"

Link: http://www.fionamusszahlen.at

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Kommentare

Siegi Lindenmayr am 2009-08-24 23:02:54

Artikel aktualisiert ...

Neueste Entwicklung: Fionas Anwalt klagt auf Schließung der Website ...

Siegi Lindenmayr am 2009-08-24 23:06:12

http://www.politwatch.at/20090817/

Näheres unter obiger URL

Ilse B. am 2009-08-25 19:02:42

Warum gerade "Fiona" ?

also: punkt 1: die vermögenssteuer für superreiche finde ich völlig ok, und auch die aktion als solche. AAABER:
punkt 2: warum muß man sich gerade auf eine frau "einschiessen"? ich bin absolut kein fan von fiona "grassini" ... aber es keimt doch irgendwie das gefühl in mir, daß da mehr oder weniger verborgene frauenfeindlichkeit im spiel sein könnte. immerhin gibt es mehr als genug männliche superreiche, die auch immer und überall in den medien auftauchen und blödsinn quatschen ...

Christopher Maurer am 2009-08-26 01:17:46

Darum Fiona:

Liebe Ilse,

als einer der initiatoren kann ich dir antwort auf deine fragen / bedenken geben...

die aktion fiona muss zahlen (damals noch unter dem subtitel "erbschaftssteuer für superreiche") wurde im jahr 2007 gestartet. anlass dafür war die vorraussichtliche abschaffung der erbschaftssteuer. die wissenschaftliche grundlage unserer forderung war ein konzept von stefan schulmeister, welches generell vermögensbezogene steuern (schenkungs-, erbschafts- und vermögenssteuer) zum inhalt hatte. damals mussten wir uns für eine person (die vermögend geerbt und einen österreich bezug hat) entscheiden und in die engere wahl kamen julius meinl und fiona. da julius damals nicht so in der öffentlichkeit stand und sich auch sein eigenes banken-/investmentimperium aufgebaut hat war die entscheidung für fiona, die in der seitenblicke gesellschaft regelmäßig als "kristallerbin" und ähnliches aufgetreten ist, sowie einige medienwirksame sager geliefert hat, die uns genau in die hände spielten, keine schwere.
als im sommer 2007 die erbschaftssteuerdiskussion vom tisch war, haben wir uns dazu entschlossen die kampagne auf eine generelle forderung nach einem gerechteren steuersystem, das (auch) eine vermögenssteuer beinhaltet, anzupassen. an der situation um fiona hat sich allerdings seit 2007 nichts geändert (zB gemüse am balkon pflanzen - sager).

verborgene frauenfeindlichkeit lassen wir uns daher nicht unterstellen. wir haben nichts gegen erfolgreiche frauen (oder männer); man darf die kampagne diesbezüglich auch nicht missverstehen: sie geht nicht gegen eine frau (sprich fiona), sondern für eine gerechte verteilung von vermögen! nebenbei: die umsetzung der forderung würde besonders frauen in prekären arbeitsverhältnissen zugute kommen, die im verhältnis eine der hauptleistungsträger unseres steuer- und abgabensystems sind.

für weitere fragen, stehe ich dir gerne zur verfügung. einfach eine e-mail an:

lg,
christopher

Ilse B. am 2009-08-26 13:16:17

Warum gerade "Fiona" ...

Lieber Christoph Maurer,

Danke für deine Antwort, die mich jedoch nicht wirklich zufriedenstellt.

Ich empfinde es als potentiell frauenfeindlich, wenn gerade "Fiona" zum Feindbild und Inbegriff der Superreichen gemacht wird, die zwar Teil dieser Gruppe sein mag (unter ... ferner liefen), aber sicher kein typisches Beispiel darstellt.

Das Privatvermögen in Österreich betrug im Jahr 2001 rund 581 Milliarden Euro. Die reichste in Österreich lebende Einzelperson war (verstorben am 5. Oktober 2006) mit 5,4 Milliarden Euro Friedrich Karl Flick. Der reichste gebürtige Österreicher ist Karl Wlaschek. Neben ihnen gibt es noch 350 Menschen in Österreich, die über 10,9 Millionen Euro zu ihrem Besitz zählen können und rund 28.000 Euro-Millionäre.
Spitzenverdiener finden sich in Österreich in den Bereichen Privatwirtschaft, Kunst oder auch dem professionell betriebenen Sport. Als Bestverdiener kann mit einem jährlichen Bruttoeinkommen von ca. 10 Millionen Euro Siegfried Wolf, Vorstandsvorsitzender der Magna-Austria, ausgemacht werden.
Der statistisch durchschnittliche Österreicher verdient rund 18.750 Euro nach Abzug der Steuern pro Jahr und die statistisch durchschnittliche Österreicherin rund 12.270 Euro nach Abzug der Steuern pro Jahr. Dies sind Werte für unselbstständig Erwerbstätige ohne Lehrlinge aus dem Jahr 2003. (Quelle: Statistik Austria, Lohnsteuerstatistik 2003)

Die 50 Spitzenreiter sind :

1.Friedrich Karl Flick, 79, Flick-Holding 6.800 Milionen Euro
2. Fürst Hans Adam II, 61, LGT, Immobilien 3.500
3. Karl Wlaschek, 89, Billa-Gründer 3.500
4. Heidi Horten, 65, Kaufhaus-Erbin 3.300
5. Fam. Porsche & Piech, Porsche je 3.100
6. Maria Schaeffler, 63, Industrielle 2.100
7. Swarovski-Clan, Kristalldynastie 2.100
8. Dietrich Mateschitz, 62, Red Bull 2.100
9. Julius Meinl V, 47, Bankier, Meinl 1.900
10. Alexander Kahane, 51, Bankier, Gutmann 1.600
11. M. Kaufmann & Brüder, Fabrikanten 1.300
12. Frank Stronach, 74, Magna 1.300
13. Helmut Sohmen, 67, Reeder 1.200
14. Melinda Esterházy, 86, Grundbesitzerin 1.100
15. Fam. Turnauer, Constantia, AMAG 1.100
16. Thomas Prinzhorn, 63, Papierfabrikant 1.100
17. Jürg Zumtobel, 68, Zumtobel 900
18. N. & S. Falk, 37, 34, Verleger-Erben 800
19. Fam. Palmers, Palmers-Ver., Gerngross 800
20. Georg Schwarz, Fam., 78, Maschinenbau 800
21. Fam. Pappas, Mercedes-Importeur 800
22. Fam. Breiteneder, Immobilien 800
23. Rudolf Leiner, 93, Leiner, Kika 700
24. Hans Dichand, 85, Krone 700
25. Gerald Schweighofer, 58, Investor 550
26. Hannes Androsch, 68, Industrieller 500
27. Mirko Kovats, 58, A-TEC, VA-Tech-Ver. 400
28. Christine de Castelbajac, 60, Constantia 400
29. Johan Eliasch, 44, Head 400
30. Famile Kaindl, Spanplatten-Könige 400
31. Hans Peter Haselsteiner, 62, Strabag 400
32. Hans Christoph List, 35, Immobilien 400
33. Peter Pühringer, 64, Finanzinvestor 400
34. Leopold Böhm, 84, Schöps-Verkauf 400
35. Eliette Karajan, 67, Karajan-Witwe 400
36. Hubert Palfinger jun., 37, Kräne 350
37. Fam. Trierenberg, Papier-Tycoons 350
38. Fam. Egger, Bierbrauerei Egger 350
39. Gerhard Andlinger, 75, Industrieller 350
40. Alfred Heinzel, 59, Papierfabrikant 300
41. Fam. Rauch, Rauch-Fruchtsäfte 300
42. Fam. Schwarzkopf, Industrielle 300
43. Karlheinz Essl, 67, Baumax 300
44. Michael Gröller, 65, Immobilien 200
45. Hilde Umdasch, 63, Umdasch Gruppe 200
46. Christian Baha, 38, Superfund 200
47. Fam. Schwarzenberg, Grundbesitz 200
48. Elisabeth Gürtler & Fam., 56, Sacher 200
49. Fam. Mautner Markhof, MM-Verkauf 200
50. Herbert Blum, 56, Fabrikant 200

und die reichsten Politiker heißen

Thomas Prinzhorn (versilberte nicht umsonst die österreichische Wirtschaft während der FPÖ-Mit-Regierungszeit)
Martin Bartenstein (offensichtlich auch hauptsächlich Erbe) und
Hannes Androsch (auch er "erbte" vom "Wahlonkel")

Also: Warum lautet die Devise nicht einfach z.B. "Martin muß zahlen" ... ???
oder von mir aus "Karl-Heinz muß zahlen" - wobei ich den Ehemann von Frau Fiona meine ...

Christopher Maurer am 2009-08-26 21:19:05

...


wenn du das als frauenfeindlich empfindest tut es mir leid. überleg dir bitte aber worauf der fokus der kampagne liegt.

ich glaube jedenfalls nicht, dass du mir irgendeinen anderen österreichischen superreichen oder eine superreiche präsentieren kannst, der/die 1. in der öffentlichkeit mit erbe/in/superreiche(r) etc als "berufsbezeichnung"aufgetreten ist, der/die derartige sager wie fiona geliefert hat und deren/dessen gesicht in der breiten öffentlichkeit so bekannt ist (stand 2007).

ich ersuche dich weiters zu akzeptieren, dass wir keine frauenfeindlichen interessen haben.

noch zur info: an der entscheidung für fiona waren ca 60% frauen beteiligt.

lg

Miriam von Tagesgeld am 2010-03-24 11:07:53

http://www.tagesgeld-leitzins.de

Wir sind klar gegen diese Steuer ;)

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