Im Wahlkampf bin ich gemeinsam mit den Freunden und Freundinnen der gpa durch Einkaufszentren wahlwerben gegangen. In Simmering gibt es beim huma ein großes Einkaufszentrum. Dort gibt es ein kleines Lokal, das cafe und co heißt. Ein Gaststube, die wie ein kleines Wohnzimmer wirkt, da die Tische eng sind und man gleich mit seinem Gegenüber ins Gespräch kommt. Damals bin ich auf eine Runde gestoßen, die sich jeden Mittwoch Vormittag trifft und mit denen schnelle und witzige Gespräche über die armen Gärtner auf der Simmeringer Had zusammengekommen sind. Ich habe ihnen versprochen, dass ich nicht nur im Wahlkampf vorbeikomme, sondern auch später. Und heute war es endlich so weit. Nach einer rutschigen Fahrt bin ich in Kaiserebersdorf gelandet. Und habe um halb Elf Teile der damaligen Runde getroffen. Zur Entschuldigung hatte ich eine Flasche Sekt mit, da mein Aufkreuzen doch länger gedauert hat, als vorgenommen. Leider ist eine Dame von der Runde im November innerhalb von drei Tagen an einer Blutvergiftung gestorben. Die anderen trauern noch innig um sie. Auf meine Frage, ob nun rauchen gestattet sei, bekomme ich einen Aschenbecher hingestellt. Und wie immer, wenn ich was nicht ganz Korrektes mache, spaziert gleich der Zentrumsmanager vorbei und erzählt David, dem Besitzer vom Cafe, dass alle Lokale im Zentrum angezeigt worden sind, wegen der Nichteinhaltung des Rauchverbotes. Meine Zigarette habe ich dann gleich ausgedämpft. Es gäbe Umsatzeinbußen, da in Einkaufszentren nirgends mehr geraucht werden darf, eigene Raucherhütten mitten im Einkaufsentrum schauen nicht schön aus und Rauchen ist ungesund. Das sind die Themen, die uns dann für einige Minuten beschäftigen, außerdem erfahre cih gleich, was die Umsätze machen, dass die Leute wenig Geld haben, dass die Regierung ordentlich arbeiten soll und dass es morgen Plusgrade geben wird. Ziemlich viele Infos für nette Gespräche in einer halben Stunde. Mit dem Besitzer des Lokals mache ich aus, dass ich noch im Februar oder März wieder komme.
Anschließend treffe ich mich mit meinem Sektionskassier und rechne mit ihm ab. Wir gehen ja noch von Mitglied zu Mitglied und kassieren 5 € ein. Im vergangenen Jahr habe ich fast alle erreicht. Nun starten wir eine neue Aktion. Wir besuchen unsere Mitglieder mit einem Fragebogen, um ihre Interessen herauszufinden, damit sie leichter beim Politikmachen dabei sein können, denn wir lassen sie nicht allein.



Christine Lapp
schreibt am 2009-01-14 18:41:09