Heute war am Minoritenplatz im Dachfoyer des Haus- Hof- und Staatsarchivs eine besondere Buchpräsentation. "Das Rote Schönbrunn" ein Buch geschrieben von Heinz Weiss, der akribisch und voller bildhafter Texte diese sozialistische Erziehungsschule zum Leben erweckt hat. Zahlreiche pädagogische Entwicklungen wurden damals in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts gelebt: Es sollte ein neuer Mensch geschaffen werden, der selbstbewußt ist und Selbstvertrauen hat. Kinderrepubliken gab es in den Erholungslagern der Kinderfreunde und ein Trakt von Schloß Schönbrunn wurde 1919 innerhalb von drei Tagen für hunderte Kinder fertig gemacht. Damals galt die seelische und geistige Versorgung neben der Nahrung und Bekleidung dieser Kinder zu gewährleisten, was in den Nachkriegsjahren des 1. Weltkrieges nicht leicht war. So prominente Persönlichkeiten wie Kanitz, Winter, Tesarek und Pollak stellten sich erfolgreich als Pädagogik-Pioniere in den Dienst der Sache. Zum 100 Jahr Jubiläum ist dieses Buch ein wichtiger Markstein für die Gestaltung der Gesellschaft in Richtung mehr Chancengerechtigkeit. Zu beziehen ist das Buch über die Buchhandlung in der Löwelstraße und damit finanziert man die Gesellschaft Österr. Kinderdörfer.



Christine Lapp
schreibt am 2008-10-14 15:48:31