Der Einzug Gentechnisch veränderter Organismen (GVO) lässt sich wohl nicht mehr verhindern. Sehr wohl kann man aber noch bessere Rahmenbedingungen schaffen, um Lebensräume vor Gentechnisch veränderten Tieren und Pflanzen zu schützen.
Zum Schutz der ökologischen Landwirtschaft sollte es vor einfachere Möglichkeiten geben, GVO-freie Regionen zu etablieren. Denn GVO können mit anderen Arten hybridisieren und dadurch urspüngliches Erbgut verändern oder verwildern. Dadurch können sie sich natürlich auch außerhalb der Anbauflächen vermehren und ausbreiten.
Es gibt derzeit keine EU-weiten Maßnahmen, um konventionellen Anbau vor GVO-Verunreinigung zu schützen. Dabei könnte man durch Sicherheitsabstände, Hecken und Feldgehölze oder Trennung der Warenflüsse die Gefahr einer Vermischung zumindest reduzieren.
Ein weiteres Problem ist, dass GVO weltweit kultiviert werden, also keine lokalen Arten mehr verwendet werden. Dadurch steigt die Abhängigkeit der Landwirte von den Saatgutfirmen und die Biodiversität nimmt ab.
Ziele der großen Saatgutfirmen sind beispielsweise: nicht reproduzierbare Produkte (damit muss jedes Jahr neues Saatgut gekauft werden), passende Zusatzprodukte wie aggressive Insektizide oder Herbizide (die zu dem Saatgut dazugekauft werden) oder möglichst einheitliche Produkte (weltweit nur ein Geschmack).



Pia Paola Huber
schreibt am 2008-09-15 22:28:16