Im Industrieausschuss des Europäischen Parlaments hat man sich gestern dazu durchgerungen, die Beimischungsziele für Agrosprit deutlich zu reduzieren. Das ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, für den ich und viele andere lange gekämpft haben. Denn solange Agrotreibstofft - liebevoll aber fälschlich auch Biosprit genannt - aus Lebensmitteln hergestellt wird, was zur Verteuerung der Grundnahrungsmittel für viele Menschen auf der Erde führt und Regenwald und Torf dafür abgebrannt wird, um Flächen für die Produktion von Treibstoffpflanzen zu gewinnen, ist das kein nachhaltiges Konzept. Das Gros des global hergestellten Agrotreibstoffes geht auf Kosten von Menschen- und sozialen Rechten und auf Kosten des Klimas. Die EU hat sich nun dazu durchgerungen, dass 40 Prozent der CO2-Reduktion aus anderen Quellen kommen muss - also Solarstrom, Brennstoffzelle, Agrotreibstoffe der 2. Generation (also aus Abfällen und nicht aus Nahrungsmittel) und anderem. Für mich heißt das nun dafür zu kämpfen, dass auch die nächste Regierung die überzogenen Beimischungsziele in Österreich auf ein vernünftiges Maß reduzieren muss!



Petra "Penny" Bayr
schreibt am 2008-09-12 16:10:58