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Frauen-Leben

Blog der Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst

Öffentlich, seit 2009-09-02 12:32:41 eröffnet von Gabriele Heinisch-Hosek

Letzte Änderung: 2009-09-03 17:10:29

Frauentausch der ganz besonderen Art

Gabriele Heinisch-Hosek schreibt am 2009-10-02 13:09:06

Die Zeitschrift Woman veranstaltete einen Frauentausch der ganz besonderen Art. Dabei  schlüpfte ich für einen Tag in das Leben einer Alleinerzieherin, die in der Nacht als Mitarbeiterin in einer Bäckerei arbeitet.


 


Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich eine Nachtschicht gemacht. Das Beeindruckende war, mit wie viel Ernsthaftigkeit und mit welchem Körpereinsatz die Menschen dieser Nachtarbeit nachgehen. Ich muss sagen, ich war aber danach ganz schön erledigt.


 


Hier kann das Video angesehen werden:


http://www.youtube.com/user/HeinischHosek#play/all/uploads-all/0/kfB1D8FW4h8

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Internationaler Tag der Brustkrebsvorsorge

Gabriele Heinisch-Hosek schreibt am 2009-10-01 12:39:33

Pink Ribbon


 


Viele werden sich die letzten Tage sicher gefragt haben,  warum jetzt wieder vermehrt der PinkRibbon zu sehen ist. Das hat damit zu tun, dass heute Internationaler Brustkrebsvorsorgetag ist.  


Im Zusammenhang mit diesem Tag und dem Symbol des PinkRibbon werde ich nicht müde werden, Frauen ständig daran zu erinnern, an sich selbst zu denken. Daher sage ich auch: Frauen, bitte passt auf euch auf, geht zur Vorsorge und tastet regelmäßig eure Brust selbst ab. Denn 56 Prozent der Frauen gehen nur selten oder gar nicht zur Vorsorgeuntersuchung, zur Mammographie. Jede achte Frau erkrankt an Brustkrebs, jährlich wird rund 5.000 Mal diese Diagnose gestellt, 1.600 Frauen verlieren den Kampf gegen den Krebs. Brustkrebs ist damit bei Frauen die am meisten verbreitete Krebsform.Je früher der Krebs erkannt wird, desto größer sind die Chancen auf Heilung. Und mit Prävention und Früherkennung kann sehr viel erreicht werden.


Brustkrebs trifft Frauen oft in einem Alter, in dem sie im Berufsleben stehen und für ihre Familien Verantwortung tragen. Durch die Mehrfachbelastung vergessen Frauen oft auf ihre eigene Gesundheit. Daher auch noch einmal mein Appell an alle Frauen, die eigene Gesundheit genauso wichtig zu nehmen wie die Gesundheit der Kinder oder auch des Partners.


Mehr Informationen unter: www.krebshilfe.net

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gleich=fair: Equal Pay Day - Gleicher Lohn für gleiche Arbeit?

Gabriele Heinisch-Hosek schreibt am 2009-09-29 20:42:05

Podiumsdiskussion Equal Pay Day

 

 

Der "Equal Pay Day" ist jener Tag im Jahr, von dem an Frauen, statistisch gesehen, bis zum Jahresende gratis arbeiten, während ihre männlichen Arbeitskollegen weiterhin entlohnt werden. Das heißt, ab diesem Tag arbeiten die Frauen in Österreich bis zum Jahresende gratis, während die Männer für ihre Arbeit weiter bezahlt werden. Heuer fiel der Equal Pay Day auf den 27. September und aus diesem Anlass heraus veranstalteten wir gestern, 28. September, eine Podiumsdiskussion Equal Pay Day - Gleicher Lohn für gleiche Arbeit?" bei mir im Büro der Frauenministerin. Meine MitdiskutantInnen waren ÖGB-Präsident Erich Foglar (www.oegb.at), ÖAAB-Generalsekretärin Beatrix Karl (http://www.oeaab.com/), Autorin Elfriede Hammerl (http://www.elfriedehammerl.com/) und Telekom-Kommunikationschefin Elisabeth Mattes (www.telekom.at)  Falter-Redakteurin Barbara Toth (www.falter.at) moderierte.

 

Das Podium und auch das Publikum garantierte heftige Debatten über die Frage, wie gleicher Lohn für gleiche Arbeit herstellbar sei.  Mein Modell eines ersten Schritts zur Verringerung der Einkommensschere war dazu klar definiert: Wir wollen uns am Modell Schweden orientieren. Die Betriebe müssen dort jährlich Gleichstellungsbilanzen und Gehaltsanalysen in Zusammenarbeit mit den ArbeitnehmerInnen-VertreterInnen erstellen und daraufhin Frauenförderpläne entwickeln. Damit hat Schweden seinen Diskriminierungsprozentsatz auf sechs Prozent heruntergeschraubt, während Österreich in punkto Gleichbehandlung EU-weit an vorletzter Stelle liegt. Mehr Infos habe ich schon in diesem Blogbeitrag geschrieben: http://campa.at/home/blog/showentry/2057

 

Und auch der ÖGB Präsident Foglar schloss sich meiner Forderung an: Wenn eine Maßnahme wirksam ist, dann sei das Transparenz, denn vielfach wüssten Frauen gar nicht, dass sie weniger verdienen. Drastischer formulierte das die feministische Autorin Elfriede Hammerl: "Entlohnung ist oft ein reiner Willkürakt, die Frauen sind aber trotzdem zufrieden, weil sie nicht wissen, was ihnen eigentlich zusteht." Im Gegenzug dazu meinte die ÖAAB-Generalsekretärin Beatrix Karl als Vertreterin der ÖVP, dass in Österreich bereits eine sehr gute gesetzliche Grundlage existiere, dass man nur sensibilisieren und die vorhandenen Instrumente besser nutzen müsse. Als Vertreterin der Wirtschaft hoffte Elisabeth Mattes, dass die Forderung nach Einkommenstransparenz zur Bewusstseinsbildung beitrage, doch die Rute im Fenster  nicht für alle Betriebe notwendig sei. Frauen müssten umgekehrt auch mehr Selbstbewusstsein zeigen. Dem widersprachen sowohl Frauen im Publikum wie auch Elfriede Hammerl am Podium: Es bedürfe entsprechender Sanktionen, um das bestehende Instrumentarium wirksam zu machen, das Sensibilisieren und Appellieren sei schon zu lange unwirksam.

 

In diesem Sinne will ich bis 2013 für alle Frauen mehr Einkommensgerechtigkeit herstellen.  Daher soll die Einkommenstransparenz im Gleichbehandlungsgesetz verankert werden.

 

 

Podiumsdiskussion Equal Pay Day 2

 

 

 

 

Podiumsdiskussion Equal Pay Day 3

 

 

Podiumsdiskussion Equal Pay Day 4

 

 

Podiumsdiskussion Equal Pay Day 5

 

 

Podiumsdiskussion Equal Pay Day 6








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„gleich=fair“: Kampagne für Lohngerechtigkeit der SPÖ Frauen

Gabriele Heinisch-Hosek schreibt am 2009-09-27 14:34:34

Kampagne Lohngerechtigkeit


 


Ich bin ja nicht nur Frauenministerin sondern auch Vorsitzende der SPÖ Frauen. Daher freut es mich auch besonders, dass wir gerade auch in der Frauenorganisation eine Kampagne zur Einkommensgerechtigkeit forcieren. Unter dem Titel  „Warum nicht gleich!“ affichieren wir in ganz Österreich Plakate, machen Straßenaktionen, die auf die Einkommensschere hinweisen und verteilen Infomaterial. Im Rahmen der Kampagne bin ich dabei auch in den Bundesländern unterwegs.


 


Das erste Bundesland war am Donnerstag Niederösterreich, wo ich gemeinsam mit der Vorsitzenden der SPÖ Frauen Niederösterreich Gabriele Binder-Maier, Landeshauptmann-Stv. Dr. Sepp Leitner, der Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Mautz und vielen FunktionärInnen  einen wirklich guten Bundesländertag erleben konnte. Begonnen hat der Tag mit einer spannenden Begegnung mit SchülerInnen in einem Gymnasium in Wiener Neustadt. Diskutiert wurden neben den Themen Arbeitswelt, Vereinbarkeit und Lohngerechtigkeit aber auch so wichtige Themen, wie Schlankheitswahn, Sexualität, Verhütung und Aufklärung. Es war ein intensiver und interessanter Austausch über Diskriminierung bei Ferialjobs, Quoten, Wiedereinstieg…Die Offenlegung der Gehälter war auch Thema bei den Betriebsbesuchen der Firma Kurri in Wiener Neustadt und Firma Hametner in Teesdorf. Firma Kurri, ein Unternehmen in der zweiten Generation geführt, ist ein metallverarbeitender Betrieb, Fa. Hametner ein Transportunternehmen, ebenfalls seit einigen Generationen in Familienhand.  In beiden Firmen sind derzeit noch überwiegend Männer beschäftigt. Es ist eine große Herausforderung für uns viel mehr junge Mädchen als bisher für typische "Männerberufe" zu interessieren.Um auf die hohen Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männer aufmerksam zu machen wurden bei Straßenaktionen in Wr. Neustadt und Baden Wäscheleinen gespannt und mit großen 100 Euro Scheinen die Gehalts- und Lohnsituation der beiden Bezirke symbolisiert. Den Unterschied plastisch und bildlich vor Augen zu haben ist immer wieder erschreckend.


 


Hier ein paar Impressionen zum Bundesländertag in Niederösterreich:



Bundesländertag NÖ 1


 


Bundesländertag NÖ 2


 


Bundesländertag NÖ 3


 


Und auch der zweite Bundesländertag im Burgenland am Freitag letzter Woche war ein großer Erfolg: Dieser lässt sich auch anhand folgender Medienberichte nachverfolgen: http://burgenland.orf.at/stories/392237/    sowie http://burgenland.orf.at/magazin/imland/mahlzeit/stories/391986/


 


Ich muss sagen, beide Bundesländertage machen Lust auf mehr! Weitere Infos dazu finden sich auf der Kampagnenwebsite: www.lohngerechtigkeit.at

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gleich=fair: Vorbild Schweden

Gabriele Heinisch-Hosek schreibt am 2009-09-25 15:55:21

 


Schweden



 


Schweden2



 


Schweden 3


 


Schweden 5


 


Schweden 4


 


Ich muss gestehen, dass Einkommenstransparenz zu einer Verringerung der Einkommensschere beitragen könnte, habe ich mir nicht selber ausgedacht. Sondern ich habe mir das Erfolgsmodell aus Schweden abgeschaut. In Sachen Gleichstellung gehört Schweden ja sowieso zu den besten Ländern der Welt. Frauen werden in der Arbeitswelt gefördert und Diskriminierungen auf Grund des Geschlechts verhindert beziehungsweise bekämpft. Da konnte ich mir erst vor kurzem bei einem Besuch in Stockholm ein Bild davon machen. Ich muss sagen, ich war ganz schön beeindruckt!


Ich habe mit Vertreterinnen und Vertretern der zuständigen Behörden (Antidiskriminierugnsombudsstelle - www.do.se ) , der Arbeitgeber (Schwedische Industriellenvereinigung - http://www.svensktnaringsliv.se/)   und den Gewerkschaften (http://www.lo.se/)  gesprochen und Betriebe (Firma Nycomed: www.nycomed.com) besucht, die anonyme Gehaltslisten erstellen und Gleichstellungspläne umsetzen müssen.


Und ich muss sagen: Ich bin sehr beeindruckt. Die Einkommensunterschiede sind deutlich geringer als bei uns. Frauen verdienen in Schweden nur um 6 Prozent weniger als Männer – nur deshalb, weil sie Frauen sind. In Österreich macht der Unterschied 12 bis 15 Prozent aus. Das Modell der verpflichtenden Berichterstattung der Betriebe hat sich damit als wirkungsvoll erwiesen, wenn es darum geht, Ungerechtigkeiten bei den Einkommen abzustellen. Mehr Infos zum schwedischen Modell hier: http://frauen.bka.gv.at/site/6804/default.aspx


 

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