Am vergangenen Sonntag haben sich ein paar Duzend rote Biker in Favoriten versammelt, um einen neuen Bundesvorstand ihres Vereins zu wählen. Hannes Jarolim, der Justizsprecher der SPÖ, wurde dabei abermals zum Präsidenten gewählt, Erwin Buchinger, motoradfahrender Sozialminister, und ich wurden die Vizes. Darüber hinaus haben wir jetzt ein Drittel Frauen im Bundesvorstand und auch in allen Bundesländern Mitglieder, in den meisten auch schon Strukturen. In wenigen Jahren sind wir auf 400 Mitglieder angewachsen und organisieren eine Menge Aktivitäten und vertreten die Interessen der Biker gegenüber der Politik - das geht jetzt ein bisserl leichter als noch vor einem Jahr. Jedenfalls haben wir noch viel vor und sind ein diskussionsfreudiger und mobiler Haufen!
Link: http://redbiker.at/

Petra "Penny" Bayr schreibt am 2007-11-29 14:39:00
Einmal im Jahr kommen ein paar FreundInnen im fernen Floridsdorf zusammen, um einen "leichten mediterranen Abend" zu bekochen und zu begehen. Der ist dann aber meistens doch nicht so ganz leicht, wie das Foto zeigt und am Ende rollen wir alle nach Hause. Leider weiß ich seit zwei Wochen, dass ich eine Nahrungsmittelunverträglichkeit unter anderem gegenüber Erdäpfel hab - das ist eine ziemliche Krise, prinzipiell und an leichten mediterranen Abenden ganz besonders. So blieb mir Tortilla, Patatas mit Paradeissoße und die köstliche Unterlage der Hühnerflügerln verwährt... Diese Unverträglichkeit sollte ich so wie auch die gegen Reis und Hefe dringend wieder los werden!
Am Wochenende stieg die "Eröffnungsparty" für ein neues Beratungszentrum im FEM Süd, das im Favoritner Franz Josefs Spital zu Hause sein wird. Die Einrichtung richtet sich - vielfach muttersprachlich - vor allem an Frauen aus Afrika und Asien und soll versuchen, ihnen einen barrierefreien Zugang zu den Wiener Gesundheitseinrichtungen zu ermöglichen. Auch die Beratungsstelle für Frauen, die unter weiblicher Genitalverstümmelung leiden, wird hier ihr neues Heim finden und ich hoffe, dass wir damit ein weiteres Stück dazu beitragen, diese Menschenrechtsverletzung künftig zu verhindern. Ich bin dazu schon seit einigen Jahren aktiv - siehe auch die Homepage unserer Österreichischen Plattform dazu, wo es möglich ist, sich als Unterstützerin einzutragen!
Vor kurzem haben wir ganz hochoffiziell im Parlament eine österreichische Sektion von AWEPA gegründet - eine Organisation, die sich bemüht, afrikanische und europäische Abgeordnete zu vernetzen, um miteinander und voneinander lernen zu können. Leider waren wieder einmal nur Abgeordnete der SPÖ und der Grünen dabei, Mitglieder gibt es aber von allen Fraktionen. Ich hoffe dass die Gründung der österreichischen AWEPA Sektion dazu beiträgt, das Bewußtsein über globale Zusammenhänge und die Auswirkungen unserer Beschlüsse auf ferne Länder zu verstärken. Barbara Prammer übernimmt übrigens als Parlamentspräsidentin den Vorsitz - ein starkes Signal, finde ich!
Am Sonntag war ich bei der Eröffnung des zweitens Teiles des "Weges der Erinnerung" durch die Leopoldsstadt. In Anbetracht dessen, dass in nicht all zu weiter Zukunft der Tag kommen wird, an dem die Überlebenden nicht mehr die Möglichkeit haben werden, über die Shoa zu erzählen, halte ich Aktionen wie diese für eine überaus gelungene Auseinandersetzung mit der Geschichte im eigenen Umfeld. Ganze Hausgemeinschaften haben so begonnen, die Schicksale ihrer ehemaligen MitbewohnerInnen zu recherchieren und sich aktiv mit der Enteignung, der Vertreibung und all zu oft der Ermordung ihrer einstigen NachbarInnen zu beschäftigen.