Um 11 Jahre zu spät
Blenden wir einmal zurück: 1994 wurden die Nationalratswahlen (wieder) von der SPÖ gewonnen. Der – für die SPÖ gefährlichste – ÖVP-Obmann Busek wurde abgewählt, Wolfgang Schüssel kam an die Spitze. Schon damals im Geheimvertrag mit FPÖ-Jörg-Haider verbunden hat Schüssel sofort die Regierung aufgelöst, Neuwahlen ein Jahr nach der Wahl 1994, er wollte Bundeskanzler werden. Die WählerInnen haben aber 1995 unseren Franz Vranitzky gestärkt, der Plan war vereitelt. Weitere vier Jahre stellte die SPÖ den Bundeskanzler. Vier Jahre später – 1999 – schlug seine große Stunde: „Wenn ich Dritter werde, gehe ich in Opposition“, das war, wie fast alles von ÖVP-Schüssel, gelogen. Der Rest ist im Geschichtsbuch nachzulesen. Nur um Kanzler zu werden, hat er sich und die ÖVP an die FPÖ verkauft. Ebenso verkauft hat er Teile des Republikeigentums. Im Zuge der Privatisierungen hat er – einem Mafiaboss nicht ganz unähnlich – der FPÖ einen Anteil am Familiensilber überlassen. Nur, dass es nicht seiner Familie gehört hat, sondern uns allen. Vieles wird nie ans Tageslicht gelangen, manches wird gerade untersucht und für die gesamte blau-schwarze Bundesregierung gilt die Unschuldsvermutung. Nun tritt er – einem ertappten Strauchdieb gleich – zurück. Leider um 11 Jahre zu spät. PS: Zitat aus Wikipedia: Im Sommer 1997 wurde die sogenannte „Frühstücksaffäre“ Schüssels politischer Karriere gefährlich. Während einer informellen Frühstücksrunde mit österreichischen Journalisten am Rande des EU-Gipfels in Amsterdam habe der damalige Außenminister gemäß den Aussagen mehrerer Anwesender den deutschen Bundesbankpräsidenten Hans Tietmeyer als „richtige Sau“, (weil dieser den deutschen Finanzminister Theo Waigel hintergangen habe) und den dänischen Ministerpräsidenten und Außenminister als „Trottel“ bezeichnet.

Siegi Lindenmayr schreibt am 2011-09-05 21:28:53
Zum Thema Integration fällt ihm nicht viel ein, dem Herrn Staatssekretär Kurz von der ÖVP. Mir fällt bei ihm immer das "Geilomobil" ein, mit dem die Wiener ÖVP zu recht baden gegangen ist. Und jetzt reibt er sich an den Pensionisten. Reformen müssen her, sonst reden wir ja nicht einmal über Pensionserhöhungen, so hat er sich geäußert. Was treibt ihn zu solchen Taten? Die Jungen bekommen keine Pensionen mehr, weil die Alten so gierig sind? Herr Kurz ist 25, in Pension geht er und gehen seine Alterskollegen in 40 Jahren. Und da weiß er jetzt schon, was dann los sein wird? Hat jemand im Jahr 1971 - also vor 40 Jahren - vorausgesehen, was heute passiert? Pensionsklau heute nützt keinem Jungen morgen, nur den heutigen Krisengewinnern und Großkapitalisten. War das Ganze jetzt indirekt seine Bewerbung bei der Industriellenvereinigung?
